Mitten an der türkischen Mittelmeerküste setzt das Aka Teppanyaki Restaurant neue Maßstäbe für die Verbindung von Architektur, Design und kulinarischer Innovation. Die renommierte Designerin Ayse Kubilay ließ sich von traditionellen japanischen Elementen wie Shoji und Fusuma inspirieren, um eine Atmosphäre zu schaffen, die Authentizität und Modernität vereint. Die charakteristischen, transluzenten Schiebetüren fungieren als hinterleuchtete Wandverkleidungen und verleihen dem Raum eine besondere Tiefe. Diese gestalterische Schichtung spiegelt die Zen-Philosophie wider, die sich durch das gesamte Interieur zieht.
Im Zentrum des Restaurants befindet sich eine offene Küche, die als Bühne für die Kochkunst dient. Hier erleben die Gäste hautnah, wie fernöstliche Köche auf dem Teppanyaki-Grill mit Flammen und Präzision kulinarische Meisterwerke erschaffen. Die Bar rund um die Kochstation ermöglicht eine direkte Interaktion und macht das Essen zu einem multisensorischen Ereignis. Mit nur 48 Sitzplätzen im Innenbereich und weiteren 60 auf der Terrasse legt Aka besonderen Wert auf Exklusivität und ein unvergessliches Erlebnis.
Ein herausragendes Merkmal ist das dreidimensionale Deckensystem, das aus unterschiedlich großen Holz- und Metallrohren besteht. Diese Konstruktion ist nicht nur ein visuelles Highlight, sondern verbirgt zugleich geschickt die gesamte technische Infrastruktur und Belüftung. Die Farbgebung der Decke orientiert sich an den Flammen des Teppanyaki-Grills und unterstreicht die Bedeutung der Farbe Rot in der japanischen Kultur. Durch die Glasabtrennungen an den Fassaden verschwimmen die Grenzen zwischen Innen- und Außenraum, wodurch ein fließender architektonischer Dialog entsteht.
Die Materialauswahl im Aka Teppanyaki ist sorgfältig aufeinander abgestimmt: Glänzende und matte Holztöne, Leinen- und Samtstoffe sowie hinterleuchtete Gitterwände schaffen eine harmonische, vielschichtige Raumwirkung. Pendelleuchten, inspiriert von traditionellen japanischen Fächern, setzen stimmungsvolle Akzente über den Tischen. Die Kombination aus fernöstlicher Zurückhaltung und mediterraner Offenheit macht das Restaurant zu einem Ort der Entdeckung und des Genusses.
Das Projekt, abgeschlossen im Juli 2023, ist das Ergebnis intensiver Recherche zu fernöstlicher Kultur und Architektur. Die größte gestalterische Herausforderung bestand darin, ein Deckensystem zu entwickeln, das die umfangreiche Technik über der offenen Küche elegant kaschiert. Die Lösung mit den dreidimensionalen Rohren gilt als Paradebeispiel für funktionale Ästhetik im zeitgenössischen Interior Design. Für seine herausragende Gestaltung wurde Aka Teppanyaki 2025 mit dem Goldenen A' Design Award ausgezeichnet – eine Ehrung, die nur den innovativsten und einflussreichsten Projekten zuteilwird.
Das Aka Teppanyaki Restaurant beweist, wie die Verschmelzung von Tradition und Innovation neue Maßstäbe in der Hospitality-Branche setzen kann. Gäste erleben hier nicht nur exzellente Küche, sondern auch ein architektonisches Gesamtkunstwerk, das zum Verweilen und Staunen einlädt.
Projektdesigner: Ayse Kubilay
Bildnachweis: All photos by Emre Dorter
Projektteam Mitglieder: Ayse Kubilay
Projektname: Aka Teppanyaki
Projektkunde: Ayse Kubilay