Transformatorstationen gelten meist als unscheinbare, technische Notwendigkeit – doch das Projekt Node setzt neue Maßstäbe. Inspiriert von natürlichen Mustern wie Glühwürmchen, Sternbildern und Wasserwellen, verwandelt sich die Station durch präzise gelaserte Perforationen in ein architektonisches Highlight. Die Idee: Ein funktionales Bauwerk wird zum integralen Bestandteil der Stadtlandschaft und fügt sich harmonisch in Parks und urbane Räume ein. Die Gestaltung orientiert sich an organischen Strukturen und schafft so eine Verbindung zwischen Technik und Natur.
Die Besonderheit von Node liegt in der vollständigen Umhüllung ohne sichtbare Öffnungen, was maximale elektrische Sicherheit und Schutz vor Vandalismus garantiert. Bei Einbruch der Dämmerung verwandelt sich die Station durch sanftes, warmes LED-Licht von innen in einen leuchtenden Orientierungspunkt. Diese subtile Illumination macht die Station nicht nur funktional, sondern auch zu einem ästhetischen Erlebnis im öffentlichen Raum. Die Integration von KI-gestützter Bildgenerierung ermöglichte es, die künstlerische Vision effizient und detailreich umzusetzen.
Technologisch setzt Node auf fortschrittliche Fertigung und langlebige Materialien wie wetterfesten Cortenstahl oder eloxiertes Aluminium. Die Außenhülle wird mittels Lasertechnik mit einem filigranen Muster versehen, das tagsüber faszinierende Licht- und Schattenspiele erzeugt und nachts durch hinterlegte LEDs sanft erstrahlt. Die gesamte Konstruktion ruht auf einem verstärkten Betonfundament mit versteckter Regenwasserableitung und erfüllt höchste Sicherheits- und Schutzstandards (IP54/IP55). Passiv- und optional Zwangsbelüftung sorgen für effiziente Kühlung, während eine verdeckte Zugangstür Wartungsarbeiten ermöglicht, ohne das klare Design zu stören.
Mit kompakten Maßen von 4 x 3 Metern und der Fähigkeit, Mittelspannungstransformatoren (250–2500 kVA) sicher zu beherbergen, ist Node für unterschiedlichste urbane und industrielle Umgebungen konzipiert. Die verwendeten Materialien – darunter auch basaltfaserverstärkte Verbundplatten – garantieren Langlebigkeit, Korrosionsschutz und minimale Wartung. Zusätzliche Features wie Anti-Graffiti-Beschichtung, integrierte Erdung und niedrige Geräuschentwicklung (
Die Entwicklung von Node begann 2019 und wurde ab Herbst 2024 intensiv vorangetrieben. Umfangreiche Forschung und Zusammenarbeit mit Stadtplanern, Ingenieuren und Architekten führten zu einem Konzept, das Sicherheit, Effizienz und Ästhetik vereint. Simulationen und Prototypen belegten, dass ein geschlossenes, perforiertes Design nicht nur die Sicherheit erhöht, sondern auch die Akzeptanz und das Stadtbild verbessert. Die Auszeichnung mit dem Bronze A' Design Award 2025 bestätigt den Vorbildcharakter des Projekts im Bereich Infrastruktur und Design.
Node demonstriert eindrucksvoll, dass essenzielle Infrastruktur nicht im Verborgenen bleiben muss. Vielmehr kann sie als funktionales Kunstwerk zur Aufwertung des öffentlichen Raums beitragen und neue Standards für die Gestaltung urbaner Lebensräume setzen. Städteplaner und Investoren erhalten so ein inspirierendes Beispiel für die gelungene Verbindung von Technik, Sicherheit und Design – und einen Impuls, Infrastruktur als Teil einer lebenswerten Stadt zu denken.
Projektdesigner: Tomi Rantasaari
Bildnachweis: Copyright Tomi Rantasaari / Skyline Legal Oy
Projektteam Mitglieder: Tomi Rantasaari, CEO, Head of Design
Projektname: Node
Projektkunde: Skyline Legal Oy