Im Herzen von Haneda Innovation City in Tokio entstand mit dem Büro von Cell Resolutions ein Raum, der die Prinzipien der regenerativen Medizin in Architektur übersetzt. Good Place, unter Leitung von Designer Keitaro Ishizuka, entwickelte das Konzept „Geometric Clear“, das die Reinheit und das Selbstbewusstsein zellulärer Strukturen räumlich erfahrbar macht. Die Gestaltung orientiert sich an der elementaren Zusammensetzung des menschlichen Körpers: Organe, die aus unterschiedlichen Zelltypen und Wasser bestehen, finden ihre Entsprechung in klaren geometrischen Formen und einer Farbpalette, die von Wasser inspiriert ist.
Die Raumaufteilung folgt einer präzisen Funktionalität: Ein einladender Eingangsbereich eignet sich für Seminare und externe Meetings, während ein hochvertraulicher Besprechungsraum diskrete Gespräche ermöglicht. Das flexible Workspace-Konzept fördert die Zusammenarbeit und bietet gleichzeitig Rückzugsmöglichkeiten für konzentriertes Arbeiten. Verschiedene Farben auf den Oberflächen unterstreichen die Eigenständigkeit der Bereiche, schaffen jedoch durch ihre fließende Anordnung ein Gefühl von Einheit und Zusammengehörigkeit.
Technisch beeindruckt das Büro durch ein ausgeklügeltes Beleuchtungskonzept: Die Deckenbeleuchtung ist in unterschiedlichen Winkeln angebracht, sodass keine dunklen Fugen entstehen. Profile sorgen für eine gleichmäßige Lichtverteilung. Die Möbel und Wände greifen das geometrische Thema mit scharfen Kanten auf. Materialien wie Glas, transparente Vorhänge und spezielle Lackierungen lassen Licht durch den Raum tanzen und betonen die klaren Linien. Der Bodenbelag aus staubabweisenden Fliesen trägt zur Sauberkeit bei, ein entscheidender Aspekt in einem Laborumfeld.
Im Zentrum des Büros steht ein großer, schräg gestellter Tisch, der die interne Kommunikation fördert und sich in zwei Höhen verstellen lässt. Ein zusätzlicher Counter am Fenster bietet ideale Bedingungen für fokussiertes Arbeiten. Die Beleuchtung ist segmentiert und in der Helligkeit anpassbar, was die Flexibilität des Raumes weiter erhöht. Diese durchdachte Gestaltung ermöglicht es, je nach Bedarf zwischen Konzentration, Austausch und Empfang von Gästen zu wechseln.
Die Entwicklung des Designs basierte auf intensiver Recherche: Neben der Analyse der Anforderungen der regenerativen Medizin wurden branchenübergreifende Studien und Verhaltensanalysen durchgeführt. Die Untersuchung von Lichtwinkeln, Farbsättigung und Helligkeit floss ebenso in die Planung ein wie die Erkenntnisse aus Fallstudien zum Nutzerverhalten. Ziel war es, ein Umfeld zu schaffen, das den Herausforderungen langer Arbeitszeiten und möglicher Stagnation im Laboralltag entgegenwirkt und stattdessen Offenheit, Vertrauen und Innovationsgeist vermittelt.
Das mit dem Bronze A' Design Award ausgezeichnete Projekt demonstriert, wie Architektur und Design zur Verbesserung der Lebensqualität beitragen können. Die Verbindung von wissenschaftlicher Präzision und ästhetischer Klarheit macht das Büro von Cell Resolutions zu einem Vorbild für zukunftsweisende Arbeitswelten im Bereich Life Sciences. Wer den Raum betritt, erlebt nicht nur die Potenziale moderner Zellforschung, sondern auch die inspirierende Kraft von Design, das Funktion und Emotion vereint.
Projektdesigner: GOOD PLACE
Bildnachweis: Keiko Chiba (Nacasa & Partners)
Projektteam Mitglieder: Designer: Keitaro Ishizuka
Projektname: Cell Resources
Projektkunde: Good Place