Die Herausforderungen des urbanen Verkehrs in Westafrika inspirierten Designer Daniel Henneh zu einem revolutionären Ansatz: Mit Modu präsentiert er ein Fahrzeug, das sich den wandelnden Bedürfnissen seiner Nutzer anpasst und dabei Ressourcen schont. Die Idee entstand aus dem Wunsch, erschwingliche und flexible Mobilitätslösungen zu schaffen, die den Alltag in Städten weltweit erleichtern. Modu ermöglicht es, das Fahrzeug bereits beim Kauf individuell zu konfigurieren und später unkompliziert an veränderte Anforderungen anzupassen – ganz ohne Neukauf.
Das Herzstück von Modu ist die kompromisslose Modularität. Komponenten wie Scheinwerfer, Außenspiegel, Stoßfänger und sogar Antriebs- und Fahrwerksysteme sind identisch und austauschbar gestaltet. Diese Interchangeability reduziert nicht nur die Produktionskosten, sondern minimiert auch den Energieverbrauch und den ökologischen Fußabdruck. Durch die Vereinheitlichung der Bauteile wird der Herstellungsprozess vereinfacht und die Wartung für Nutzer deutlich erleichtert.
Die Realisierung des Designs erfolgte mit Hilfe von Design Thinking und modernsten Technologien. Erste Ideen wurden skizziert, in Workshops diskutiert und durch Nutzerinterviews validiert. Iterative CAD-Modelle in Siemens NX und Prototypen aus dem 3D-Drucker ermöglichten die Überprüfung technischer Details. Realistische Renderings mit Keyshot und Photoshop halfen, das Potenzial von Modu für verschiedene urbane Nutzungsszenarien zu visualisieren.
Technisch überzeugt Modu durch einen elektrischen Antrieb mit Radnabenmotoren, einer Luftfederung und einer Karosserie aus lasergeschnittenem, gebogenem und eloxiertem Aluminium. Die Maße variieren je nach Konfiguration, das Minimum liegt bei 1,8 Meter Länge, 0,85 Meter Breite und 1,5 Meter Höhe. Die Bedienung ist intuitiv: Über eine Online-Plattform können Kunden ihr Fahrzeug individuell zusammenstellen, die Lieferung erfolgt innerhalb weniger Tage. Das Smartphone dient als zentrales Dashboard, sodass persönliche Einstellungen und Lieblingsmusik stets verfügbar sind.
Die Entwicklung von Modu wurde durch umfassende Forschung zu urbanen Mobilitätstrends, Materialinnovationen und Fertigungstechnologien begleitet. Nutzerzentrierte Designprinzipien und kontinuierliches Feedback aus Interviews und digitalen Prototypen führten zu einem Fahrzeug, das sich durch hohe Anpassungsfähigkeit, Energieeffizienz und Vielseitigkeit auszeichnet. Die größte Herausforderung bestand darin, Modularität, Ästhetik und strukturelle Integrität in Einklang zu bringen – ein Ziel, das durch das von Militärfahrzeugen inspirierte Exoskelett-Design erreicht wurde.
Modu wurde 2025 mit dem Iron A' Design Award in der Kategorie Fahrzeug-, Mobilitäts- und Transportdesign ausgezeichnet. Die Jury würdigte insbesondere die innovative Verbindung von Praktikabilität, technischer Kompetenz und nachhaltigen Lösungen, die einen positiven Beitrag zur urbanen Lebensqualität leisten.
Mit Modu zeigt Daniel Henneh, wie visionäres Design und technologische Innovationen den Weg zu einer flexibleren, nachhaltigeren und lebenswerteren Stadt ebnen können. Das Konzept setzt neue Maßstäbe für die Mobilität von morgen und inspiriert dazu, urbane Herausforderungen kreativ und verantwortungsbewusst anzugehen.
Projektdesigner: Daniel Henneh
Bildnachweis: Daniel Henneh
Projektteam Mitglieder: Daniel Henneh
Projektname: Modu
Projektkunde: MODU